Die KZ-Gedenkstätte Theresienstadt für Gruppenreisen und Klassenfahrten

Besichtigungen und Führungen in der Gedenkstätte Theresienstadt für Gruppen

 

Die KZ-Gedenkstätte Theresienstadt in der Nähe von Prag gehört zu den wichtigsten Mahnmalen über die Nazizeit in Europa. Nachdem die Nationalsozialisten die damalige Tschechoslowakei besetzten und ins sogenannte Protektorat Böhmen und Mähren umbenannt hatten, richteten sie in Terezín das KZ Theresienstadt ein. Zunächst war 1940 in der Kleinen Festung ein berüchtigtes Gestapo-Gefängnis eingerichtet worden und im November des Folgejahres entstand in der Garnisonsstadt ein Sammel- und Durchgangslager. Zunächst waren hier vornehmlich Juden aus der Tschechoslowakei inhaftiert, aber nach der Wannseekonferenz 1942 wurden auch als prominent geltende, sowie alte und schwache Juden hierhin verbracht. Daher galt Theresienstadt in der NS-Propaganda auch als „Altersghetto“. Ausländischen Besuchern wurde Theresienstadt anfänglich noch als jüdische Mustersiedlung vorgeführt.

Bereits 1947 wurde die Gedenkstätte Theresienstadt, die sich zunächst auf die kleine Festung beschränkte, gegründet. In einem großen denkmalpflegerischen Aufwand wurden ab 1967 weitere Bereiche aufgearbeitet. So wurde 1972 beispielsweise der russische Friedhof fertiggestellt und zwei Jahre später der Gedenkplatz an der Eger. Bis 1996 wurde Theresienstadt jedoch auch noch als Garnisonsstadt für die Armee genutzt. Erst nach der kommunistischen Herrschaft konnte die Anlage rein zivil genutzt werden. Jedes Jahr besuchen im Durchschnitt 200.000 Menschen aus der ganzen Welt die Erinnerungsorte auf dem Gelände von Theresienstadt.

In der Kleinen Festung scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. So kann man zum Beispiel das Büro des Gefängnisvorstehers, den Verwaltungshof mit den Geschäftszimmern, die Kleiderkammer oder die Wachstube besichtigen. Das Tor mit der Inschrift „Arbeit macht frei“ verbindet den Hof mit den Blöcken A und B. Hier befinden sich 17 Gemeinschafts- und 20 Einzelzellen. Vor den Mauern der Kleinen Festung liegen die Massengräber sowie ein Hinrichtungsplatz mit Galgen. In einem Kinosaal wird ein Dokumentarfilm über das Konzentrationslager gezeigt. Ein eigenes Museum in der Festungsmauer informiert über die mehr als 200-jährige Geschichte von Theresienstadt.

In der ehemaligen Schule von Theresienstadt befindet sich das Ghetto-Museum. Es wurde 1991 eröffnet und dokumentiert das schreckliche Leben der Häftlinge im Lager. Die Ausstellung erstreckt sich insgesamt über zwei Etagen. Darüber hinaus wird die Rolle von Theresienstadt hinsichtlich der Endlösung der Judenfrage aufgegriffen. Den künstlerischen Aktivitäten der Lagerbewohner widmet sich ein Teil des Ghetto-Museums, der sich in der Magdeburger Kaserne befindet. Sie war der Sitz des Ältestenrates und der jüdischen Selbstverwaltung von Theresienstadt. Besonders bedrückend ist ein Besuch der Massengräber sowie des Kolumbariums und des Krematoriums. Nach der Einäscherung der Toten wurde die Asche einfach in Büchsen aus Papier oder Blech eingelagert und archiviert. Erst 1945 entstanden vor den Toren von Theresienstadt der Nationalfriedhof sowie der jüdische Friedhof.

 

Gruppenreisen, Klassenfahrten und Studienreisen nach Prag: Gruppenpreise und Führungen 

 

 http://www.pamatnik-terezin.cz/en?lang=en&lang=en

 http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Theresienstadt

  

Gruppenpreise für Studienreisen und Klassenfahrten

 http://www.pamatnik-terezin.cz/en/memorial/admission-charges?lang=en

 

Kleine Festung, Ghetto-Museum und Magdeburger Kasernen

Führung ist incl. Bei Gruppen ab 10 Personen, Voranmeldung:

http://www.pamatnik-terezin.cz/en/select-payment?lang=en

 

215 CZK (7,90 Euro)

erm (unter 18 Jahre und Studenten sowie Senioren): 165 CZK (6,06 Euro)

 

Lage: etwa 60 km von Prag entfernt, etwa 65 von Lidice entfernt 

Adresse:  KZ-Gedenkstätte Theresienstadt,  Principova alej 304, 41155 Terezín

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