Die Prager Kollektoren für Gruppenreisen und Klassenfahrten

 

Wie viele europäische Großstädte, zum Beispiel Paris, London oder Edinburgh, verfügt auch Prag über einen weit verzweigtes Untergrundnetz. Anders als in den meisten Städten diente es ursprünglich jedoch lediglich dem Zweck die technischen Netze von Prag zu verlegen, weshalb es auch heute noch wichtig für das Funktionieren der Großstadt ist. Insgesamt ist das Netz der Prager Kollektoren mehr als 90 Kilometer lang und liegt teilweise in einer Tiefe von bis zu 40 Metern. Der Begriff „Kollektoren“ stammt aus dem Tschechischen und bezeichnet schlichtweg Kabeltunnel.

Obwohl selbst viele Prager nichts von der geheimnisvollen Welt unter ihrer Stadt wissen, münden viele Gänge tatsächlich an wichtigen Orten im historischen Stadtkern. Da der Zugang über einen senkrechten Schacht erfolgt, der lediglich durch einen Deckel geschützt ist, der im Prager Pflaster eingelassen ist, kann man ihn tatsächlich leicht übersehen. Mit der Begleitung eines Reiseführers ist es möglich die Prager Kollektoren zu sehen. Hierzu gibt es mehrere Rundgänge, die unterhalb der Altstadt verlaufen und den Titel „Das technische Prag“ tragen. Die Touren sind unterschiedlich schwierig, da man bei einigen auch mehrmals über steile Leitern klettern muss. Bei den teils abenteuerlichen Rundgängen kann man viel über das Tunnelsystem selber lernen und erkennt wie einfach Strom- und Telefonkabel auf dieses Weise kontrolliert, gewartet und repariert werden können. Darüber hinaus bewegt man sich direkt unter den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.